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Adipöse Kinder: Gesundheitsunterricht allein unwirksam

Eltern müssen mit ins Boot

 

Schulische Maßnahmen allein bringen kaum etwas, will man Übergewicht und Fettsucht (Adipositas) bei Kindern bekämpfen. Vielmehr müssen außer den Lehrern auch die Eltern der betroffenen Kinder ins Boot geholt werden.

 

Dies sind die Ergebnisse der Sporthochschule Köln, die vor einiger Zeit vorgestellt wurden. In das Interventionsprogramm CHILT (Children`s Health Interventional Trial) waren in einer ersten Phase zwölf Grundschulen im Raum Köln beteiligt. Die Mediziner entwickelten einen Gesundheitsunterricht, schulten Lehrer und boten ein Bewegungsprogramm für die Pausen an.

 

Der Effekt wurde nach vier Jahren im Vergleich zu Kontrollschulen überprüft. Die Ergebnisse waren ernüchternd: Die ehemals dicken Erstklässler waren auch im 4. Schuljahr noch übergewichtig.

 

Im Folgeprojekt wurden auch die Eltern dicker Grundschüler eingebunden. Damit konnten die Wissenschaftler den größten langfristigen Erfolg verzeichnen. Nach fünf bzw. zehn Jahren profitierten alle übergewichtigen und adipösen Kinder von den Maßnahmen, sowohl beim BMI (Body Mass Index) als auch bei der Senkung des Blutdrucks. Die Studie macht einmal mehr die Bedeutung des Elternhauses deutlich.

 

Die Eltern sind dafür verantwortlich, ihre gewonnenen Erkenntnisse über einen gesunden Lebensstil und mehr Bewegung im Alltag während und vor allem auch nach dem Programm gemeinsam mit den Kindern umzusetzen. Können Mutter und Vater mit ins Boot geholt werden, verlieren die Kinder am ehesten die überflüssigen Pfunde. PS(IME)

 

Quelle: Linda.de / Pharma-Med-Press